CAE-Systemwechsel in 7 Schritten: Simulation neu denken.

- Ein CAE-Systemwechsel bietet die Chance, Berechnungsmethoden, Entwicklungsprozesse und Zusammenarbeit neu zu bewerten, nicht nur die Software.
- Sieben Schritte führen von der Analyse der Ausgangssituation über Technologievergleich und Wirtschaftlichkeitsprüfung bis zur Planung des Umstiegs.
- Cloud-Lösungen können bedarfsgerechte Rechenleistung und eine gemeinsame Datenbasis ermöglichen. Der Nutzen hängt von Lösung, Lizenzmodell und vorhandener Infrastruktur ab.
- Für die Wirtschaftlichkeit zählen neben Lizenzkosten auch Rechenleistung, IT-Betrieb, Implementierung und Schulung.
- Bechtle PLM begleitet Anforderungsanalyse, Technologieauswahl, technische Evaluierung und schrittweise Einführung einer passenden Simulationsumgebung.
Warum wird ein bestehendes System oft als „festgesetzt“ betrachtet, obwohl sich sowohl Anforderungen als auch technologische Möglichkeiten längst weiterentwickelt haben? Das Hinterfragen gewohnter Strukturen und die Prüfung, ob ein Systemwechsel im CAE-Umfeld neue Chancen bieten kann, sind gerade in der Produktentwicklung sinnvoll.
Es lohnt sich, bestehende CAE-Systeme zu hinterfragen und neue Möglichkeiten für die Simulationen zu entdecken. Ein Wechsel bietet die Chance, nicht nur Berechnungsmethoden neu zu bewerten, sondern auch Entwicklungsprozesse effizienter und zukunftsorientierter zu gestalten. Besonders die Cloud eröffnet neue Perspektiven, indem sie flexible Rechenleistung, eine bessere Vernetzung und eine engere Zusammenarbeit ermöglicht.
Dabei steht nicht die Software allein im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie ein Unternehmen Simulationen gewinnbringend in die Produktentwicklung integrieren kann. Bechtle PLM unterstützt Kunden dabei, ihre individuellen Anforderungen zu verstehen, Potenziale zu erkennen und den passenden Weg für ihre zukünftige Simulationsstrategie zu finden. Denn ein CAE-Systemwechsel ist nicht nur ein Austausch von Software. Er kann der Startpunkt für eine neue Perspektive auf die Simulationen sein.
Ist es Zeit für einen Perspektivwechsel?
Simulationen sind ein entscheidender Faktor moderner Produktentwicklung. Sie ermöglichen es, Produkteigenschaften frühzeitig zu untersuchen, Varianten virtuell zu bewerten und Entwicklungsrisiken zu reduzieren. Richtig eingesetzt, sind Simulationen damit weit mehr als Werkzeuge zur technischen Absicherung. Sie schaffen Grundlagen für bessere Entscheidungen, kürzere Entwicklungszyklen und innovative Produkte auf dem Markt.
Viele Unternehmen setzen seit Jahren ihre bekannten Simulationswerkzeuge ein. Die Mitarbeitenden haben umfangreiches Know-how aufgebaut, Berechnungsmodelle entwickelt und Prozesse auf die Systemlandschaft abgestimmt. Das ist wertvoll, aber kein Grund, die eigene CAE-Strategie nicht regelmäßig zu hinterfragen. Denn die Anforderungen verändern sich, Entwicklungsprozesse werden vernetzter und Simulationsmodelle anspruchsvoller. Die Zusammenarbeit zwischen Konstruktion, Berechnung und weiteren Fachbereichen wird immer wichtiger.
Gleichzeitig eröffnet die fortschreitende Digitalisierung neue Möglichkeiten, Simulationen einzusetzen. Cloud-Technologie, flexible Rechenkapazitäten und integrierte Plattformen verändern die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Entwicklungsarbeit organisieren.
Die Chance, Simulation weiterzuentwickeln.
Ein Wechsel des CAE-Systems sollte nicht allein durch Lizenzkosten oder einzelne Softwarefunktionen motiviert sein. Entscheidend ist, welchen Nutzen die neue Lösung im gesamten Entwicklungsprozess bieten kann. Dabei lohnt es sich, mehrere Perspektiven einzunehmen: Technologie, Prozesse, Infrastruktur, Zusammenarbeit sowie die Wirtschaftlichkeit.
Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Die Wirtschaftlichkeit einer Simulationslösung hängt nicht allein vom Lizenzpreis ab. Diese Aussage hält sich leider aber sehr hartnäckig und ist sicherlich aufgrund der aktuellen Lage auf dem Markt verständlich. Aber auch der Aufwand für den Betrieb der Infrastruktur, die Bereitstellung von Rechenleistung und die Organisation der Zusammenarbeit spielen eine Rolle. Ein Systemwechsel kann daher die Gelegenheit sein, nicht nur eine Software zu ersetzen, sondern die Simulationsstrategie auf den Prüfstand zu stellen.
Mehr Flexibilität für die Produktentwicklung.
Ein besonders interessanter Ansatzpunkt im CAE-Umfeld sind Cloudlösungen. Traditionell sind Simulationsprozesse in Unternehmen eng an lokale Hardware und IT-Infrastrukturen gebunden. Für rechenintensive Aufgaben müssen Unternehmen ihre Ressourcen entsprechend dimensionieren und Kapazitäten für Spitzenlasten vorhalten. Die Cloud eröffnet hier neue Möglichkeiten: Rechenleistung kann bedarfsgerecht bereitgestellt werden, ohne dass jede Kapazität dauerhaft im eigenen Unternehmen vorgehalten werden muss.
Mit der 3DEXPERIENCE Plattform und den Cloud-Simulationslösungen von Dassault Systèmes lassen sich Simulationsanwendungen, Daten und Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Umgebung verbinden. Was bedeutet das konkret für Unternehmen?
Folgende Faktoren spielen heute eine entscheidende Rolle und werden in Zukunft immer mehr die Nutzung von Simulationsdisziplinen beeinflussen:
- Berechnungen benötigen nicht immer dieselbe Rechenkapazität. Cloud-basierte Ressourcen können bei Bedarf genutzt und entsprechend dem Projektumfang skaliert werden. Das bietet insbesondere bei rechenintensiven Aufgaben und zeitkritischen Projekten Vorteile.
- Bei einer geeigneten SaaS-Bereitstellung (Software as a Service) kann der Aufwand für die eigene IT sinken. Die konkrete Entlastung hängt von der gewählten Bereitstellung und den bestehenden Systemen ab.
- Simulationsmodelle, Ergebnisse und zugehörige Informationen werden in einer gemeinsamen Plattformumgebung bereitgestellt und ausgetauscht. Mit den entsprechenden Rollen und Prozessen arbeiten Konstruktion und Berechnung auf einer besser abgestimmten Datenbasis.
- Je nach Lösung und Lizenzmodell lassen sich lokale Berechnungen mit Cloud-Rechenkapazitäten kombinieren. Unternehmen müssen damit nicht zwangsläufig ihre gesamte Simulationsumgebung auf einmal umstellen.
Die Verbindung von CAD, CAE, Datenmanagement und Zusammenarbeit eröffnet Perspektiven, Simulation stärker in den gesamten Produktentwicklungsprozess einzubinden. Das reduziert Medienbrüche und verbessert die Nachvollziehbarkeit von Entwicklungsentscheidungen. Die Cloud ist damit nicht einfach ein anderer Ort, an dem Software ausgeführt wird. Richtig eingesetzt, kann sie ein Baustein für eine flexiblere und stärker vernetzte Simulationsstrategie sein.
Cloud ist nicht gleich Cloud.
Viele Systemhäuser bieten Cloud-basierte Simulations- und Rechenmöglichkeiten an. Der relevante Unterschied liegt in der konkreten Umsetzung. Die Antworten auf die folgenden Fragen sind für die Auswahl entscheidend:
- Welche Anwendungen stehen zur Verfügung?
- Wie sind Simulationen, Datenmanagement und Zusammenarbeit integriert?
- Wie werden Rechenkapazitäten bereitgestellt?
- Welcher Aufwand entsteht für IT und Anwender?
Die 3DEXPERIENCE Plattform von Dassault Systeme bietet hier einen interessanten Ansatz, weil sie Simulation mit einer integrierten Umgebung für Produktentwicklung und Zusammenarbeit verbindet. Für Unternehmen, die ihre heutige Simulationslandschaft anderweitig nutzen, lohnt sich deshalb ein konkreter Vergleich der jeweiligen Möglichkeiten. Insbesondere dann, wenn neben der Berechnungstechnologie auch die zukünftige IT-Architektur und die Zusammenarbeit im Unternehmen weiterentwickelt werden sollen.
Nicht die Frage „Cloud oder keine Cloud?“ sollte im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die Frage: „Welches Betriebs- und Plattformkonzept passt am besten zu den Anforderungen an Simulation, Daten, Rechenleistung und Zusammenarbeit?“
Die passende Simulationstechnologie für jede Aufgabenstellung.
Das Simulationsportfolio von Bechtle PLM umfasst unterschiedliche Technologien für verschiedene Anforderungen in der Produktentwicklung. Je nach Aufgabenstellung kommen SOLIDWORKS Simulation, die Simulationsdisziplinen auf der 3DEXPERIENCE Plattform sowie SIMULIA Abaqus - Lösungen aus dem Portfolio infrage. Die Auswahl richtet sich nach den benötigten Berechnungsmethoden, der Komplexität der Modelle und den Anforderungen an den gesamten Simulationsprozess.
Die 3DEXPERIENCE Plattform bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Simulationsanwendungen und Entwicklungsdaten in einer gemeinsamen Umgebung zu verbinden. Je nach gewählter Lösung können Unternehmen sowohl lokale Ressourcen als auch Cloud-Funktionen nutzen. Aber nicht jedes Unternehmen benötigt dieselbe Architektur und nicht jede Berechnungsaufgabe verlangt dieselbe Technologie. Deshalb beginnt die Auswahl der passenden Lösung immer bei konkreten Anforderungen und nicht bei einem Produktnamen.
Der CAE-Systemwechsel in 7 Schritten.
Ein erfolgreicher Wechsel beginnt mit einer strukturierten Vorgehensweise, die in sieben Schritten die wichtigsten Fragen beantwortet.
- Schritt 1: Ausgangssituation analysieren.
Welche Berechnungsaufgaben werden heute im Unternehmen bearbeitet? Welche Modelle, Methoden und Prozesse sind unverzichtbar? - Schritt 2: Potenziale identifizieren.
Wo bestehen technische, organisatorische oder wirtschaftliche Verbesserungsmöglichkeiten? Welche Rolle kann eine Cloud-Simulationslösung dabei spielen? - Schritt 3: Geeignete Technologien bewerten.
Welche Lösung aus dem Portfolio von der Bechtle PLM passt zu den benötigten Simulationsmethoden und zur gewünschten Systemarchitektur? - Schritt 4: Anwendungsfälle vergleichen.
Technische Eignung, Arbeitsabläufe und Vorteile anhand repräsentativer Berechnungsaufgaben prüfen. - Schritt 5: Infrastruktur und Daten berücksichtigen.
Wie sollen lokale Systeme und Cloud-Ressourcen zusammenspielen? Welche Anforderungen bestehen an Datenübernahme, Zugriffsrechte, IT-Sicherheit und Administration? - Schritt 6: Wirtschaftlichkeit beurteilen.
Neben den Lizenzkosten werden auch Infrastruktur, Rechenleistung, Implementierung, Schulung und laufender Betrieb betrachtet. - Schritt 7: Umstieg planen.
Auf Basis der Ergebnisse werden die nächsten Schritte festgelegt. Von einem Pilotprojekt (Testphasen, POC, kurze Mietlizenzen) bis zur schrittweisen Einführung einer neuen Simulationsumgebung.
Die tatsächliche Anzahl der Schritte richtet sich nach der jeweiligen Ausgangssituation. Entscheidend ist, dass die technische Eignung und der erwartete Nutzen nachvollziehbar bewertet werden.
CAE-Systemwechsel. Eine neue Orientierung.
Am Ende stehen Wirtschaftlichkeit, Nutzen, Marktsituation und der daraus entwickelte Gewinn im Fokus.
Vielleicht liegt das größte Potenzial in einer neuen Berechnungsmethode. Eventuell in flexibler verfügbarer Rechenleistung. Oder es ergibt sich eine bessere Verbindung zwischen Konstruktion, Simulation und Datenmanagement. Welche Perspektive den größten Mehrwert bietet, lässt sich am besten anhand der konkreten Anforderungen ermitteln. Die Bechtle PLM unterstützt Sie dabei, diese Potenziale zu erkennen und einen realistischen Weg zu einer zukunftsfähigen Simulationsstrategie zu entwickeln.
Ein CAE-Systemwechsel beginnt mit einer offenen Frage und der Bereitschaft, neue Wege zu denken. Es geht nicht darum, Bewährtes schlechtzureden, sondern darum, Potenziale zu erkennen und Alternativen objektiv zu bewerten. Denn wer heute seine Möglichkeiten hinterfragt, gestaltet die technologische Zukunft von morgen aktiv mit.
Simulation verstehen. Potenziale erkennen. Veränderungen begleiten.
Ein CAE-Systemwechsel ist eine technische und organisatorische Entscheidung. Er betrifft Berechnungsmethoden, bestehende Modelle, Anwenderkompetenz und oftmals auch die zukünftige Ausrichtung der Produktentwicklung.
Hier setzt die Simulationskompetenz der Bechtle PLM an: Es geht nicht um die Bereitstellung einer alternativen Software, sondern um die gemeinsame Untersuchung mit den Unternehmen, welche Simulationslösung die jeweiligen Entwicklungsziele am besten unterstützt. Dabei werden nicht nur die benötigten Berechnungsfunktionen betrachtet, sondern auch die Arbeitsabläufe, die vorhandene Infrastruktur und die zukünftigen Anforderungen an die Zusammenarbeit. Gerade bei der Frage nach einer Cloud-basierten Simulationsumgebung ist diese Betrachtung wichtig.
- Welche Aufgaben sollen lokal ausgeführt werden?
- Wo ist zusätzliche Rechenleistung sinnvoll?
- Welche Daten und Prozesse werden integriert?
- Wie lässt sich ein möglicher Wechsel wirtschaftlich und organisatorisch gestalten?
Von der ersten Anforderungsanalyse über die Auswahl geeigneter Technologien bis hin zur technischen Evaluierung, zum Proof of Concept, zu Schulungen und zur Einführung begleitet Bechtle PLM den Weg zu einer passenden Simulationsumgebung.
Bei einem Systemwechsel sind viele Punkte relevant und sollten nicht unter Druck entschieden werden. Eine schrittweise Evaluierung und Einführung sind sinnvoll und entscheidend, um Erfahrungen zu sammeln, Risiken zu reduzieren und die tatsächlichen Vorteile anhand konkreter Aufgabenstellungen zu bewerten. Denn nicht die Software steht am Anfang, sondern die Aufgabe, die Sie mit Simulationen besser lösen möchten.



