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Referenz

Hightech am Himmel: ZLT setzt auf moderne Systeme für gewachsene Konstruktionen.

Wie modernisieren Unternehmen gewachsene CAD-Landschaften ohne Bruch? ZLT Zeppelin Luftschifftechnik zeigt, wie sich jahrzehntelange 2D-CAD Konstruktion mit DraftSight und Bechtle PLM zukunftssicher weiterführen lässt – stabil, integriert und wirtschaftlich.
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Die Herausforderungen

  • Das bestehende 2D-CAD System war instabil und bot keine funktionierende Schnittstelle zum neuen PLM-System.
  • Eine vollständige Überführung der bestehenden 2D-Konstruktionsbasis aus mehreren Jahrzehnten in 3D ist wirtschaftlich nicht sinnvoll.
  • Die Migration von rund 80.000 2D-CAD Bestandszeichnungen stellte hohe technische Anforderungen.
  • Die Anforderungen an Dokumentation und Nachvollziehbarkeit in der Luftfahrt erfordern manipulationssichere Prozesse.
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Die Lösungen

  • Der Wechsel zu DraftSight schafft eine stabile Arbeitsumgebung mit funktionierender Datenintegration.
  • DraftSight ermöglicht die Weiterbearbeitung der Bestandszeichnungen in 2D und sichert damit die Kontinuität der Produktentwicklung.
  • Durch automatisierte Konvertierung und strukturierte Datenüberführung konnten alle Zeichnungen nahtlos ins neue System eingebunden werden.
  • Individuelle Schnittstellen und Add-ins sorgen für automatische Metadatenübertragung und PDF-Erzeugung aus dem PLM-System.

Zwischen Luftfahrtgeschichte und Hightech.

Der Traum vom Fliegen begleitet die Menschheit seit Jahrhunderten. Bereits 1670 wurde die Idee eines Luftschiffs erstmals schriftlich festgehalten. Im 20. Jahrhundert fand sie ihren Weg in die Praxis: Luftschiffe wurden sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt. Ihre technische Anfälligkeit führte jedoch nach mehreren Unglücken bereits in den 1930er-Jahren zum vorläufigen Ende dieser Ära. Bis dahin waren rund 170 Starrluftschiffe gebaut worden, 120 davon im Unternehmen von Ferdinand Graf von Zeppelin, dessen Name zu einem Synonym für die Luftschiffe wurde.

1988 begannen die ersten Überlegungen, die Zeppelinluftschifffahrt wiederzubeleben. Nach der Auswertung von Archivbeständen der Luftschiffbau Zeppelin GmbH sowie umfangreichen Machbarkeits- und Marktstudien wurde 1993 die ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Friedrichshafen gegründet. Heute gehört ZLT weltweit zu den wenigen Unternehmen, die moderne Luftschiffe nicht nur entwickeln, sondern auch bauen und betreiben. In diesem hochspezialisierten Markt verantwortet das Unternehmen Konstruktion, Wartung und Flugbetrieb aus einer Hand.

Im operativen Alltag liegt der Schwerpunkt darauf, bestehende Systeme zuverlässig in Betrieb zu halten. Neben den eigenen Luftschiffen betreut ZLT auch die des US-amerikanischen Partners Goodyear.

Die Faszination der Arbeit liegt für viele Mitarbeitende in ihrer Besonderheit: Die Entwicklung von Zeppelinen ist ein hochspezialisiertes Feld, in dem Ingenieurwissen, Erfahrung und Verantwortung unmittelbar zusammenwirken.

Ein Luftschiff von Zeppelin Luftschifftechnik über dem Bodensee bei Wasserburg. Copyright: Achim Mende

Gewachsene Strukturen, moderne Entwicklung.

Die Produktentwicklung bei ZLT ist von einer über Jahre gewachsenen Systemlandschaft geprägt. Zahlreiche Konstruktionen stammen aus der frühen Entwicklungsphase der 1990er-Jahre und wurden ursprünglich vollständig in einem 2D-CAD-System erstellt. Bis heute bilden diese Daten einen wesentlichen Teil der konstruktiven Grundlage.

Neue Komponenten entstehen inzwischen zunehmend als 3D-Modelle in SOLIDWORKS Design. Große Baugruppen und bestehende Strukturen liegen jedoch weiterhin in Form von 2D-Zeichnungen vor. Eine vollständige Migration in die 3D-Welt wäre angesichts der technischen Komplexität und des dafür erforderlichen Aufwands wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Die Vorgehensweise bei ZLT macht deutlich, dass 2D-Zeichnungen in vielen Industrieunternehmen und CAD-Landschaften weiterhin eine tragende Rolle spielen werden. Gerade dort, wo hohe Dokumentationsanforderungen auf lange Entwicklungshistorien treffen, sind spezialisierte und zugleich integrierbare Lösungen für 2D und 3D gefragt. Dassault Systèmes trägt dieser Realität mit DraftSight Rechnung, einem professionellen 2D-CAD-System, das die notwendige Verbindung zu bestehenden Zeichnungsbeständen schafft. Ergänzend zu den 3D-Werkzeugen in der Produktentwicklung sorgt DraftSight dafür, dass auch historisch gewachsene Konstruktionsdaten produktiv nutzbar bleiben. Für die Anwenderinnen und Anwender entsteht so eine konsistente Arbeitsumgebung, begleitet von einem langjährigen Partner mit entsprechendem Branchen- und Systemverständnis.

Systemwechsel ohne Bruch: SOLIDWORKS und DraftSight im Zusammenspiel.

Kritisch wird eine gewachsene Systemlandschaft immer dann, wenn notwendige Updates die technische Kompatibilität infrage stellen. Genau diese Situation entstand bei ZLT: Im Zuge der Umstellung des PLM-Systems musste auch für die 2D-CAD-Zeichnungen eine neue Software gefunden werden, da sich mit dem bislang eingesetzten 2D-CAD keine Schnittstelle zur neuen PLM-Lösung realisieren ließ. Katrin Bernhard, Leiterin Konfigurations- und Datenmanagement bei ZLT, erinnert sich: „Deshalb war das für uns so wichtig, dass wir ein 2D-System finden, um unser altes 2D-CAD abzulösen. Damit können wir die ganzen Zeichnungen weiterhin benutzen und bearbeiten. Mit unserem alten System war es unmöglich, eine Schnittstelle zum PLM-System herzustellen. Wir standen praktisch vorm Abgrund.“

Dass DraftSight als neue 2D-CAD-Lösung in den Fokus rückte, lag für ZLT nahe: Im 3D-Bereich arbeitet das Unternehmen bereits mit SOLIDWORKS Design von Dassault Systèmes. Raphael Sommer, Konstrukteur im Konfigurations- und Datenmanagement bei ZLT, beschreibt die Ausgangslage so: „DraftSight kam ursprünglich auf, weil wir bei uns im Haus SOLIDWORKS verwenden und beides von Dassault Systèmes entwickelt wird. Deswegen hatten wir uns angeschaut, ob das eine Lösung sein kann.“ Tests mit den vorhandenen Daten und der Software-Infrastruktur folgten – mit Erfolg. Der Wechsel auf DraftSight erfolgte parallel zur Einführung des neuen PLM-Systems und war mit einer umfangreichen Datenmigration verbunden. Mehr als 80.000 Zeichnungen wurden konvertiert und vom bisherigen 2D-CAD-System nach DraftSight überführt. Heute bildet die Software die zentrale Plattform für die Bearbeitung bestehender 2D-Daten.

Auch spezielle Anwendungsfälle wie elektrische Schaltpläne oder großformatige Zusammenbauzeichnungen lassen sich damit übersichtlich abbilden. Hinzu kommen die enge Einbindung in bestehende Prozesse, die Kopplung an die PLM-Lösung sowie eine vertraute Benutzeroberfläche. Die Unterstützung nativer DWG- und DXF-Formate sichert zudem die Weiterverwendung und langfristige Verfügbarkeit der Bestandsdaten. Im täglichen Einsatz überzeugt DraftSight vor allem durch Stabilität und Zuverlässigkeit. Ergänzt wird das technische Gesamtbild durch wirtschaftliche Vorteile, darunter ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis und geringere Gesamtkosten im Vergleich zu anderen Lösungen.

Die vorhandenen 2D-CAD Zeichnungen werden bei ZLT Zeppelin Luftschifftechnik mit DraftSight weiter bearbeitet. Durch den Wechsel auf DraftSight wurde eine Integration in das eingesetzte PLM-System möglich.

Integration als Erfolgsfaktor.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts war die enge Zusammenarbeit mit Bechtle PLM. Gemeinsam wurden Anforderungen präzisiert, Schnittstellen zwischen Konstruktion und PLM entwickelt und die Systemintegration umgesetzt. Die Implementierung verlief strukturiert in Workshops; daraus entstanden individuelle Add-ins, etwa für die automatisierte Datenübertragung und die PDF-Erzeugung.

Auch nach dem Go-live steht ZLT in engem Austausch mit dem Partner, um die Systeme weiter zu schärfen und an neue Anforderungen anzupassen.

ZLT Zeppelin Luftschifftechnik zeigt beispielhaft, wie sich etablierte 2D-Prozesse mit modernen Werkzeugen belastbar weiterentwickeln lassen. DraftSight übernimmt dabei eine Schlüsselrolle für die Weiterführung historischer Konstruktionsdaten, während Bechtle PLM Integration, Beratung und technische Weiterentwicklung begleitet.

Das Ergebnis ist keine radikale Neuaufstellung, sondern eine kontrollierte technische Weiterentwicklung – passgenau für ein Unternehmen, das in einer anspruchsvollen Nische arbeitet und zugleich höchste Anforderungen an Stabilität, Dokumentation und Nachvollziehbarkeit erfüllen muss.

ÜberZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG

Die ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Friedrichshafen entwickelt, baut und betreibt moderne Zeppeline und nimmt damit weltweit eine besondere Stellung ein. Das Unternehmen sichert mit hoher technischer Expertise den Betrieb, die Wartung und Weiterentwicklung der bestehenden Luftschiffflotte. Im Fokus stehen Zuverlässigkeit, präzise Dokumentation und der nachhaltige Erhalt komplexer Systeme in einem hochspezialisierten Marktumfeld.
ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG
Messestraße 132, 88046 Friedrichshafen

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