Digitaler Zwilling im PLM: Ihr Produkt, einmal real - einmal digital.

Ein digitaler Zwilling ist das virtuelle Abbild eines Produkts, einer Maschine oder eines Prozesses, das über den gesamten Lebenszyklus mit realen Daten verbunden bleibt. Im PLM bildet er die Klammer zwischen Konstruktion, Simulation, Fertigung und Service.
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PLM

Was ist ein digitaler Zwilling?

Ein digitaler Zwilling (englisch: Digital Twin) ist ein digitales Modell, das ein reales Objekt oder einen Prozess abbildet und mit dessen Daten synchron bleibt. Dabei geht er weit über ein reines 3D-CAD-Modell hinaus. Er vereint die Geometrie aus der Konstruktion, das Verhalten aus Simulation und Berechnung, die Struktur aus Stücklisten, Varianten und Konfigurationen sowie Betriebsdaten aus Fertigung, Maschine und Feld.

Entscheidend ist die Verbindung: Ein CAD-Modell zeigt, wie ein Produkt aussieht. Ein digitaler Zwilling zeigt, wie es sich verhält, wie es gefertigt wird und wie es im Einsatz performt.

Digitaler Zwilling im PLM

Warum der digitale Zwilling ohne PLM nicht funktioniert

Digitale Zwillinge scheitern selten an der Technik, sondern an verstreuten Daten. Konstruktionsmodelle liegen im Dateisystem, Stücklisten im ERP, Simulationsergebnisse auf dem Rechner einzelner Kollegen. Genau hier setzt PLM an.

Ein PLM-System sorgt für den sogenannten digitalen Faden (Digital Thread): Jede Information zu einem Produkt ist eindeutig zugeordnet, versioniert und für alle Beteiligten nachvollziehbar. Erst dadurch wird der digitale Zwilling belastbar.

  • Eine Datenbasis statt vieler Insellösungen
  • Klare Änderungsstände statt Rätselraten, welche Version gilt
  • Rückverfolgbarkeit von der Anforderung bis zum Serviceeinsatz
  • Zusammenarbeit über Abteilungen und Standorte hinweg

Welchen Nutzen hat ein digitaler Zwilling?

Ein digitaler Zwilling zahlt sich aus, und zwar entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Von der ersten Idee bis zum Service profitieren Entwicklung, Fertigung und Kunden gleichermaßen.

Schneller am Markt

Virtuelle Tests ersetzen einen Teil der physischen Prototypen und verkürzen Entwicklungsschleifen.

Weniger Fehler, geringere Kosten

Probleme werden früh erkannt, wenn Änderungen noch günstig sind.

Effizientere Fertigung

Abläufe lassen sich virtuell planen und absichern, bevor investiert wird.

Bessere Produkte

Simulation und Betriebsdaten fließen direkt in die nächste Produktgeneration.

Neue Services

Zustandsdaten ermöglichen vorausschauende Wartung und datenbasierte Geschäftsmodelle.

Mehr Transparenz

Alle Beteiligten arbeiten mit demselben, aktuellen Stand.
So unterstützt Bechtle PLM Ihren Weg zum digitalen Zwilling
Als Partner für PLM- und CAD-Lösungen im deutschsprachigen Industrieumfeld begleiten wir Sie von der Strategie bis zum produktiven Betrieb. Die Lösungen von Dassault Systèmes bilden dafür eine durchgängige Basis:
Lösungen: Digitaler Zwilling
3DEXPERIENCE Plattform

Die gemeinsame Daten- und Kollaborationsplattform für Konstruktion, Simulation, Fertigung und Zusammenarbeit. Alle Beteiligten greifen standortübergreifend auf dieselbe, aktuelle Datenbasis zu. Sie ist das Fundament, auf dem Ihr digitaler Zwilling wächst.

3DEXPERIENCE SOLIDWORKS Privatlizenz
Lösungen: Digitaler Zwilling
CATIA

Leistungsfähige Produktentwicklung für komplexe Produkte und Systeme. Von der Konzeptphase bis zur detaillierten Konstruktion entsteht hier das digitale Produktmodell, auf dem Simulation und Fertigungsplanung aufbauen.

Dassault-Systemes CATIA Produktdesign
Lösungen: Digitaler Zwilling
SOLIDWORKS

Durchgängige Konstruktion und Datenverwaltung für den Mittelstand. Mit 3D-CAD, integrierter Simulation und Produktdatenmanagement verbinden Sie Konstruktion und Daten zu einer schlanken Basis für den Einstieg in den digitalen Zwilling.

Lösungen: Digitaler Zwilling
SIMULIA

Simulation und Analyse, um das Verhalten Ihrer Produkte früh abzusichern. Ob Festigkeit, Strömung, Thermik oder Schwingung: Sie testen virtuell, vergleichen Varianten und reduzieren physische Prototypen.

Lösungen: Digitaler Zwilling
DELMIA

Planung und Absicherung von Fertigungs- und Montageprozessen. Abläufe, Anlagen und Arbeitsplätze lassen sich virtuell planen, simulieren und optimieren, bevor investiert wird.

Lösungen: Digitaler Zwilling
ENOVIA

Daten- und Prozessmanagement als Rückgrat des digitalen Fadens. Stücklisten, Änderungsstände, Freigaben und Dokumente laufen an einer Stelle zusammen und bleiben jederzeit nachvollziehbar.

Dassault-Systemes_ENOVIA_Planungsmanagement

In 5 Schritten zum digitalen Zwilling

1

Ziel definieren

Welches Problem soll der Zwilling lösen? Kürzere Entwicklung, weniger Prototypen oder bessere Services?
2

Datenlage prüfen

Wo liegen Konstruktionsdaten, Stücklisten und Simulationen heute, und wie konsistent sind sie?
3

PLM-Grundlage schaffen

Eine durchgängige Datenbasis mit klaren Prozessen und Änderungsständen aufbauen.
4

Pilot starten

Mit einem klar abgegrenzten Produkt beginnen, Erfahrungen sammeln und Nutzen belegen.
5

Skalieren

Erfolgreiche Ansätze auf weitere Produkte, Standorte und Lebenszyklusphasen ausweiten.

Drei Wege, ins Gespräch zu kommen.

Ob Standortbestimmung, Test am eigenen Bauteil oder direktes Gespräch: Sie entscheiden über die Verbindlichkeit.  

Wo stehen Sie?

Digitale Reifegradanalyse — strukturierte Standortbestimmung Ihrer Engineering-Prozesse.

Erst testen, dann entscheiden

Proof of Concept — Ihre Lösung an einem realen Bauteil aus Ihrer Konstruktion.

Direkt sprechen

Beratungstermin mit einem Spezialisten für CAD-Software.

Häufige Fragen zum digitalen Zwilling im PLM

Was ist der Unterschied zwischen digitalem Zwilling und CAD-Modell?

Ein CAD-Modell beschreibt die Geometrie eines Produkts. Ein digitaler Zwilling ergänzt sie um Verhalten, Struktur und Betriebsdaten und bleibt mit dem realen Produkt verbunden.

Brauche ich ein PLM-System für einen digitalen Zwilling?

Für einen belastbaren, durchgängigen Zwilling ja. PLM stellt sicher, dass Daten eindeutig, versioniert und für alle Beteiligten verfügbar sind. Ohne diese Basis bleibt der Zwilling eine Insellösung.

Was ist der digitale Faden?

Der digitale Faden (Digital Thread) verknüpft alle Informationen zu einem Produkt über den gesamten Lebenszyklus, von der Anforderung über Konstruktion und Fertigung bis zum Service. Er ist die Datengrundlage des digitalen Zwillings.

Für welche Unternehmen lohnt sich ein digitaler Zwilling?

Vor allem für Hersteller mit komplexen, variantenreichen oder erklärungsbedürftigen Produkten, etwa im Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau. Auch Mittelständler 

Wie lange dauert die Einführung?

Das hängt von Ausgangslage und Zielsetzung ab. Ein Pilotprojekt lässt sich meist deutlich schneller aufsetzen als ein Unternehmensrollout. Wir empfehlen deshalb einen schrittweisen Einstieg.

Welche Rolle spielt Simulation?

Simulation macht den Zwilling zum virtuellen Prüfstand. Festigkeit, Strömung, Thermik oder Bewegungsabläufe lassen sich testen, bevor ein Prototyp existiert.

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