
Von Insellösungen zur durchgängigen Entwicklungsplattform: transco verzahnt Mechanik und Elektrotechnik.

Die Herausforderungen
- Über Jahre gewachsene Software-Insellösungen führen zu inhomogenen Datenständen zwischen Konstruktion, Elektrotechnik und ERP.
- Wichtige Projektinformationen liegen verteilt in einzelnen Postfächern und Abteilungen.
- Die Elektrokonstruktion ist zeitaufwendig und nur begrenzt standardisiert.
Die Lösungen
- Mit SOLIDWORKS PDM, SOLIDWORKS Electrical und der ERP-Schnittstelle entsteht eine konsistente, system- und abteilungsübergreifende Datenbasis.
- Die zentrale Ablage von Dateien und Korrespondenzen im PDM schafft Transparenz und reduziert den Kommunikationsaufwand signifikant.
- Ein modularer Baukasten mit Automatisierung in SOLIDWORKS Electrical reduziert den Aufwand für die Elektrokonstruktion pro Maschinenprojekt um nahezu den Faktor 9.
Sondermaschinenbau mit klarer technischer Handschrift.
Die transco Drehautomaten GmbH mit Sitz in Füssen entwickelt automatisierte Drehautomaten für die Nachbearbeitung vorgeformter Rohlinge. Die Maschinen kommen vor allem in der Verbindungselementeindustrie zum Einsatz, aber auch in Bereichen wie Automotive, Bauwesen, Medizintechnik und Luftfahrt. Typisch für transco ist der hohe Automatisierungsgrad: Teilehandling und Zuführung sind vollständig integriert. Je nach Anwendung erreichen die Anlagen Taktleistungen von bis zu 70 Teilen pro Minute.
Grundlage ist ein präzises Verständnis des Maschinenbaus: robuste Konstruktionen, hohe Wirtschaftlichkeit und maximale Prozesssicherheit über den gesamten Lebenszyklus. Bewährte Technologien werden gezielt weiterentwickelt, neue Maschinengenerationen entstehen mit klarem Fokus auf den konkreten Mehrwert für den Kunden.
Mit einem Generationswechsel in der Unternehmensführung und steigenden Anforderungen an die Entwicklung rückten interne Abläufe in den Fokus. Gewachsene Prozesse wurden überprüft und weiterentwickelt. Immer verbunden mit dem Anspruch, die Maschinenbau-Tradition von transco in eine durchgängige digitale Entwicklungsumgebung zu überführen. Auch die über Jahre gewachsene Softwarelandschaft kam dabei auf den Prüfstand. Während Philipp Köpf, Prokurist bei transco, interne Prozesse neu ordnete, trieb Lukas Köpf als Elektroingenieur die Modernisierung der Elektrokonstruktion voran. Beide Ansätze verfolgten dasselbe Ziel: Medienbrüche zu reduzieren, Prozesse zu vereinheitlichen und eine Entwicklungsumgebung zu schaffen, in der Mechanik, Elektrotechnik und organisatorische Abläufe nahtlos ineinandergreifen.

Ein System statt gewachsener Insellösungen.
SOLIDWORKS wird bei transco seit 2008 als 3D-CAD-System genutzt und bildet den konstruktiven Kern der Entwicklungsumgebung. Um das CAD-System herum entstand schrittweise ein Systemverbund aus SOLIDWORKS PDM, SOLIDWORKS Electrical, ERP-Anbindung und ergänzenden Simulationsfunktionen. Gerade für den modularen Maschinenbau von transco ist diese Struktur entscheidend: Varianten, Baugruppen und projektspezifische Anpassungen lassen sich sauber abbilden und kontrolliert entwickeln.
SOLIDWORKS PDM ist dabei weit mehr als eine reine CAD-Datenverwaltung. Das System bündelt Konstruktionsdaten, Projektdokumente, Freigaben und relevante Korrespondenz an einer zentralen Stelle und wird über die Entwicklung hinaus genutzt. Auch der Vertrieb greift auf technische Dokumente und Projektstände zu. Freigegebene Metadaten werden automatisiert vom PDM ins ERP übertragen; kaufmännische Informationen aus dem ERP sind wiederum im PDM sichtbar. Damit wird der Informationsfluss direkter, nachvollziehbarer und weniger abhängig von einzelnen Postfächern oder persönlichen Abstimmungen. Philipp Köpf beschreibt es so: „Früher mussten Konstrukteure projektrelevante Informationen mühsam beim Vertrieb zusammentragen – ein zeitaufwendiger Prozess. Mit SOLIDWORKS PDM sind heute alle Projektdaten zentral verfügbar.“
Vom Auftrag zur komplexen Produktstruktur.
Ein Maschinenprojekt startet bei transco im Vertrieb mit der Auftragsbestätigung im ERP-System. Von dort wird es in SOLIDWORKS PDM strukturiert angelegt: mit Projektnummer, Ordnerstruktur und Vorlagendateien. Früher wurden die Konstruktionsdaten manuell ins ERP übertragen – ein Arbeitsschritt, der mit wachsender Projektkomplexität zunehmend zum Engpass wurde. Heute hält die Schnittstelle zwischen ERP und PDM die Kunden-, Projekt- und Auftragsdaten konsistent. So entsteht früh ein Projektrahmen, der technisch belastbar und kaufmännisch nachvollziehbar ist.
Mechanik- und Elektrokonstruktion arbeiten anschließend parallel mit SOLIDWORKS und SOLIDWORKS Electrical. Beide Bereiche greifen auf modulare Baukästen zu, in dem mechanische und elektrische Module aufeinander abgestimmt sind. Viele Maschinenvarianten entstehen aus definierten Standards; projektspezifische Anforderungen werden gezielt ergänzt. Im Projektverlauf wachsen CAD-Daten, Stücklisten, Dokumente und projektbezogene Kommunikation zusammen. Nach der Freigabe werden die Produktstrukturen automatisiert ins ERP überführt.
Automatisierter Prozess statt 2D-Schaltplan in der Elektrokonstruktion.
Die Einführung von SOLIDWORKS Electrical begann bei transco Ende des Jahres 2023 mit einem Pilotprojekt, das Lukas Köpf maßgeblich vorantrieb. Ausgangspunkt war eine klare technische Lücke in der bestehenden Elektrokonstruktion: „Das alte System war ausreichend, um 2D-Schaltpläne zu zeichnen, aber es gab keine assoziative Verbindung zu den Daten der Mechanik.“ Mit SOLIDWORKS Electrical wurde diese Trennung aufgehoben. Mechanische und elektrische Informationen lassen sich seither aufeinander beziehen, Datenstände bleiben konsistent und Abstimmungen werden verbindlicher. Nach einer mehrwöchigen Testphase stand fest, dass die Lösung technisch und organisatorisch zu transco passt. Es folgten Schulungen durch Bechtle PLM und der schnelle Übergang in den Alltagseinsatz.
Der eigentliche Effizienzsprung entstand jedoch im Zusammenspiel aus Software, Modulbaukasten und neu aufgesetztem Prozess. Über eine Automatisierung werden Schaltplaninhalte in SOLIDWORKS Electrical aus einer strukturierten Bibliothek generiert, was die Projektbearbeitung deutlich beschleunigt. Der Aufwand für die Elektrokonstruktion eines Maschinenprojekts sank nahezu um den Faktor 9, wie Lukas Köpf beschreibt: „Die frühere Arbeitsweise in der Konstruktion war von vielen manuellen Schritten geprägt. Dadurch beanspruchte die Elektrokonstruktion für ein neues Projekt mehrere Tage. Heute erledigen wir die Elektroplanung deutlich schneller und generieren gleichzeitig alle relevanten Stücklisten automatisch.“
Implementierung mit technischem Rückhalt.
Bei der Einführung von SOLIDWORKS Electrical und der Weiterentwicklung der PDM-Umgebung war für transco nicht nur die Software entscheidend, sondern auch die technische Begleitung. Lukas und Philipp Köpf beschreiben die Zusammenarbeit mit Bechtle PLM als fachlich stark, klar geführt und verlässlich, wie Lukas Köpf betont: „Die Zusammenarbeit war sehr positiv. Wir hatten den gleichen Ansprechpartner von der Pilotphase bis zur Implementierung. Es war alles zentral begleitet, mit einer sehr großen Kompetenz. Bei Fragen haben wir sehr schnell Hilfe erhalten, ohne lange Wartezeiten.“ Philipp Köpf kann diese Aussagen bestätigen und erweitert: „Die Dynamik in der Bearbeitung ist herauszuheben. Wenn ich während der Projektphasen oder im Nachgang Fragestellungen habe, bekomme in innerhalb kürzester Zeit eine passende Antwort. Das ist schnell und immer zielgerichtet.“
Aus Sicht der Projektverantwortlichen war die Beratung damit mehr als operative Unterstützung. Sie gab dem Einführungsprozess Struktur, klärte technische Fragen schnell und machte mögliche Stolperstellen früh sichtbar. So ließ sich der Umstieg zügig in den Arbeitsalltag überführen. Heute werden SOLIDWORKS PDM und SOLIDWORKS Electrical stabil im Tagesgeschäft eingesetzt – getragen von kurzen Reaktionszeiten, fachlicher Kontinuität und einer Betreuung, die nah am konkreten Bedarf des Unternehmens bleibt.

Übertransco Drehautomaten GmbH
